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Egweil (hpg) Misstrauen und Missstimmung verursachte der vorletzte Tagesordnungspunkt im Egweiler Gemeinderat. Streitpunkt war der Zuschuss für einen Gehweg am Attenfelder Weg 1.
Eine Kostenbeteiligung der Gemeinde wurde in der vorangegangenen Sitzung bereits abgelehnt. Der Gehweg wurde auf Veranlassung von Albert Neumeier im Hinblick auf die Dorferneuerung hergerichtet. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 1000 Euro und liegen in der alleinigen Entscheidung des Bürgermeisters. Den Unterbau und alle anfallenden Arbeiten werden von Neumeier bezahlt. Die Kosten für die Pflastersteine sollte die Gemeinde übernehmen.
Neumeier habe sich zuvor mündlich das Einverständnis und die Zusage des Bürgermeisters geholt und bekommen. Bürgermeister Wunibald Koppenhofer habe Neumeier auch mündlich autorisiert, den Kauf zu tätigen – so eine Version der Geschichte. Koppenhofer bestreitet diese Zusage. Er habe Neumeier schriftlich um eine Angebotsvorlage gebeten. Dem sei Neumeier auch nachgekommen. Aus Zeitgründen sei der Gehweg vor einer offiziellen Genehmigung durch das Gremium saniert worden, obwohl diese eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Sowohl Neumeier als auch Koppenhofer beharrten in der Sitzung auf ihren Aussagen.
Die Gemeinde lehnte es nach wie vor ab, die Kosten zu übernehmen. "Was wir nicht bestellen, müssen wir auch nicht bezahlen", so Erwin Meilinger. Neumeier zeigte sich sichtlich enttäuscht über die Art und Weise, denn für ihn sei dieser mündliche Vertrag bindend und im guten Glauben getätigt. Dazu spare sich die Gemeinde auch Geld, denn die Steine seien sehr günstig. Wenn keine Einigung zustande kommt, werde Neumeier die Steine zurückkaufen und wieder entfernen.
Sämtliche Kosten für einen neuen Gehweg lägen dann bei der Gemeinde. Nach einer Diskussion, bei der Neumeier den Saal verließ, beschloss das Gremium, den Punkt aus der Tagesordnung zu streichen und in einer kleinen Runde oder einem Vier-Augen-Gespräch zu erledigen.
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