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Samstag, 19. Mai 2012
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VdK: Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe Drucken E-Mail
Mittwoch, den 8. April 2009
  ekbanner Bericht und Foto: Hans-Peter Gabler
Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe
VdK Egweil feiert 60-jähriges Bestehen / Dank an Gründer

Der VdK-Ortsverband Nassenfels/Egweil mit den Ehrengästen und Jubilaren bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen.

Egweil (EK) Mit einem kleinen Festakt feierte der VdK-Ortsverband Nassenfels/Egweil sein 60-jähriges Bestehen. An der Feier nahm auch Landrat Anton Knapp teil.

Ortsvorsitzender Albert Koch begrüßte die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Andreas Husterer und Wunibald Koppenhofer, den Kreisgeschäftsführer Werner Böll, den Ehrenvorsitzenden, Michael Schweiger sen. sowie den Altbürgermeister von Nassenfels, Peter Hecker. Grußworte sprachen Landrat Knapp, Koppenhofer und Böll.

VdK-Kreisvorsitzender Hans-Joachim Werner stellte in seiner Festansprache die Wichtigkeit des Verbandes heraus, der nicht nur als Helfer in der schweren Nachkriegszeit, sondern auch durch seine neuen Aufgabenbereiche in der heutigen Zeit ein wertvoller Partner für Rentner, Behinderte und Hinterbliebene sei.

Die Not und ungewisse Zukunft nach dem Krieg war die Wurzel der VdK-Organisation, ohne deren Bestehen heute viele soziale Errungenschaften nicht möglich gewesen wären. Werner stellte das Jubiläum in ein besonderes Licht, da auch die Bundesrepublik Deutschland 60 Jahre alt wird.

Den Rückblick überließ Ortsvorsitzender Koch dann Reinhold Hartmann, der die Zeit nach dem Krieg als heimatvertriebenes Kind eigen Leib erfahren hat. Hartmann nannte die Feier eine Ehre, aber auch eine Verpflichtung, dieser geschichtlich so prägenden Zeit zu gedenken. Der Alltag nach dem Krieg sei nicht nur Hoffen und Bangen auf das Wiedersehen mit Angehörigen, Freunden oder Bekannten gewesen, mehr noch ein Kampf um das tägliche Brot, geprägt von der Angst um den Verlust der Heimat und die in ungeheurem Ausmaß vorliegende Zerstörung von Häusern und Gebäuden. Dazu musste 1948 auch noch die Währungsreform durchgestanden werden.

Aber die Bevölkerung sei sich der Pflicht bewusst gewesen zur gegenseitigen Hilfe bewusst gewesen. Teilen sei notwendig gewesen, die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen keine leichte Aufgabe. Der Wiederaufbau musste voran getrieben werden und die Unterbringung von Verwundeten und Kranken musste organisiert werden.

So sei aus tiefster Not die Erkenntnis erwachsen, dass der Einzelne nicht genügend bewältigen könne, und die Erkenntnis, gemeinsam in verschiedenen Verbänden Stärke zeigen zu müssen, um berechtigte Forderungen an die Politiker stellen zu können.

So sei es auch eine Verpflichtung, denen zu danken, die damals den Ortsverband mit gegründet haben. Dies waren nach Unterlagen vom 7. November 1948 Josef Kreutzer, Hans Gerbert, Isidor Wittmann, Agnes Meyer, Gertrud Müller und Katharina Nartusch. In der Gründungsversammlung waren 25 Personen anwesend, davon zehn bereits eingetragenes Mitglied in Eichstätt. Heute besteht der Ortsverband aus 139 Mitgliedern. Für die Zeit vor 1960 gibt es im Ortsverband leider keine gesicherten Unterlagen.

Hartmann bedankte sich bei den bisherigen Vorsitzenden Herbert Arnold, Michael Schweiger, Josef Miller, Balbina Pfister und Albert Koch. Er stellte fest, dass auch die heutige moderne Zeit weiter ein hohes Maß an Beratung und Rechtshilfe durch den VdK erfordere. Koch dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bedankte sich besonders bei den Sammlern der Aktion "Helft Wunden heilen", sowie bei allen Mitgliedern, die den VdK-Ortsverband mit Leben erfüllen.

Mitglieder geehrt

Mit Unterstützung von Hans-Joachim Werner und Landrat Anton Knapp ehrte VdK-Ortsvorsitzender Albert Koch langjährige Mitglieder mit einer Anstecknadel und Urkunde. Für zehn Jahre ausgezeichnet wurden Rudolf Ernst, Johann Maunitsch, Maria Grubmann, Martin Hirsch, Pius Strasser und Michael Marschalek, für 25 Jahre Simon Pfaller, Wolfgang Kleinwächter, Guenther Meier, Albert Koch und Benedikt Bauer, für 30 Jahre Peter Hecker und für 60 Jahre Xaver Koch.