Startseite Aktuelles Archiv 2010 Vergnügliche Egweiler "Geisterbraut"
Samstag, 19. Mai 2012
Archiv 2010
Vergnügliche Egweiler "Geisterbraut" Drucken E-Mail
Samstag, den 4. Dezember 2010

 

  ekbanner Bericht und Foto: Hans-Peter Gabler
 

Vergnügliche Egweiler "Geisterbraut"

alt
Die resolute Barbara hat alles im Griff.

Egweil (hpg) "Die Geisterbraut", das neue Stück des TSV, sorgte in Egweil für einige amüsante Verwirrungen und brachte Einiges durcheinander, aber am Ende brachte sie auch die Richtigen zusammen. Alle Vorstellungen - es waren mehr Aufführungen als in den vergangenen Jahren - waren gut besucht. Das Ensemble um Fritz Stark zeigte sich wieder glänzend vorbereitet und bereitete dem Publikum vergnügliche Stunden.

Der verwitwete Großbauer Pfisterer suchte eine neue Magd und Haushälterin. Sein Sohn Hansl hat ein Gspusi mit Vroni Hintermeier, kann sie aber nicht so ohne weiteres dem Vater vorstellen. Ihre Familie ist ein rotes Tuch für den Bauern. Da dieser dem Spiritismus sehr zugetan ist, arrangiert und fingiert der Oberknecht Sixtus eine Sitzung mit Tischerl Rücken und Antworten aus dem Jenseits. Die richtige Hausnerin für den Bauern ist demnach gleich die erste, die sich am nächsten Morgen vorstellt. Und das sollte das Gspusi von Hansl sein. Dann könnte sie der Bauer näher kennen lernen, ohne zu wissen, wer sie in Wirklichkeit ist. Aber noch am gleichen Abend taucht ein junger, hübscher "Spatz" auf und will sich als Magd verdingen.

Sie hat sich in den Hansl verknallt und will ihm unerkannt näher kommen. Ihre Anwesenheit verdreht allen Männern den Kopf und beflügelt sie alle zu ungeahnten Hilfsbereitschaften, auch den Bauern. Der träumt auch schon von Hochzeitsglocken. Die Schwiegermutter Barbara versucht mit allen Mitteln, die "Gockel" wieder auf den Boden zurück zu holen. Inzwischen erkennt der Hansl, dass seine ursprünglich Angebetete wohl doch mehr aus einer Alkoholentgleisung entstanden ist und hat auch nur noch Augen für den hübschen "Spatz", ohne aber zu wissen, dass sie die Tochter seiner Bierlaune ist. Durch Zufall erfährt der Bauer von der wahren Identität seiner Schwiegertochter in spe und ist kaum noch zu halten vor Wut. Nach einigen Entwirrungen erkennt er aber, dass diese Frau auch sehr gut die neue Bäuerin für ihn sein könnte und der junge "Spatz" doch besser zu seinem Sohn passt.

Es wirkten mit: Fritz Stark, Gerda Miller, Dietmar Weiss, Gerhard Bergmann, Bettina Heinrich, Winfried Jörg, Carina Koch. Als Souffleuse war Christa Schwegler im Einsatz. Zwischen den Akten unterhielt die Theatermusi (Norbert und Walter Bauer, Gottfried Bittl) mit textlicher Einstimmung auf die Handlung. Die Gesamtleitung und Regie lag wieder in den Händen von Fritz Stark.