Startseite Aktuelles Archiv 2011 Bauherr am "Deiserfeld" wartet weiter
Samstag, 19. Mai 2012
Archiv 2011
Bauherr am "Deiserfeld" wartet weiter Drucken E-Mail
Dienstag, den 15. Februar 2011
  ekbanner Bericht: Hans-Peter Gabler

Bauherr am "Deiserfeld" wartet weiter
Egweiler Gemeinderat schiebt problematischen Antrag an das Landratsamt weiter

Egweil (EK) Größere Probleme im neuen Baugebiet "Deiserfeld" waren Thema in der jüngsten Sitzung des Egweiler Gemeinderats: Der Neubau eines Einfamilien-Wohnhauses mit Doppelgarage von Markus Schlamp kommt nicht voran, weil die mehrfach vorgelegten Pläne nicht genehmigt werden.

Durch die Hanglage ist gerade die dritte Zeile schwierigen Geländebedingungen unterworfen und ein ebenerdiges Bauen nicht möglich. Dadurch besteht die Gefahr, dass abwärts laufendes Wasser ins Gebäude eindringt und die Schattenwirkung des Gebäudes andere Grundstücksbesitzer beeinträchtigt. Für eine Abweichung vom Bebauungsplan in diesen speziellen Fall, der allerdings auch Beispielcharakter für noch weitere zwei Bauherren hätte, sieht der Gemeinderat keinen Handlungsspielraum. Das Gremium delegierte das Problem und den neuerlichen Antrag weiter an das Landratsamt in Eichstätt. Zum Leidwesen des Bauherrn rückt ein Termin für einen Baubeginn immer weiter nach hinten.

Dem Antrag von Christof Langer auf eine isolierte Befreiung an seinem Haus in der Alemannenstraße, ebenfalls im Baugebiet "Deiserfeld", hat der Gemeinderat einhellig zugestimmt: Ein Keller sei kein Erdgeschoss, und damit entspreche die Höhe des Gebäudes den Vorgaben im Bebauungsplan, hieß es im Gremium.

Albert Neumeier stellte einen Antrag auf einen Spiegel an der Einmündung der Kreisstraße aus Hennenweidach in die Ingolstädter Straße. Bürgermeister Wunibald Koppenhofer sieht das Problem eher im Parkverhalten der Anlieger. Mit drei Gegenstimmen wurde deshalb ein halbseitiges Halteverbot rechts ortsauswärts beschlossen.

Mit einem weiteren Antrag wollte Neumeier die Bereitstellung einer umzäunten Wiese als freie Auslaufmöglichkeit für Hunde und deren "Hinterlassenschaften". Er bezieht sich beispielhaft auf die Stadt Hamburg. Die Räte sahen Probleme bei der Umsetzung. Außerdem sei eine Großstadt wie Hamburg als Beispiel nicht angebracht, da die Bedingungen und Örtlichkeiten völlig anders gelagert seien. Auf dem Land bestimme der Halter, wo der Hund "hinmacht". Das Thema wäre sofort vom Tisch, wenn sich jeder seiner Verantwortung bewusst würde und den Kot wieder mitnehmen würde. Das Gremium beschloss mit acht zu zwei Stimmen keine Flächenausweisung. Auch eine Verordnung zur Anleinpflicht für alle Hunde wurde nicht erlassen. Der Gemeinderat sah Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Des weiteren stand ein Neuerlass einer Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und Sicherung der Gehbahnen im Winter auf der Tagesordnung. In die Musterverordnung werden noch Änderungen eingearbeitet und Straßenzüge aufgelistet. Danach ist sie einstimmig beschlossen.

Koppenhofer informierte, dass für ein dringend nötiges Brandschutzgutachten im Sportheim zwei Angebote vorliegen mit jeweils rund 5000 Euro Kosten. Bei den dazu wahrscheinlich nötigen Umbaumaßnahmen ist der Sportverein finanziell überfordert.