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Donnerstag, den 15. Dezember 2011
  Bericht und Foto: Hans-Peter Gabler

Finanziell gesund
 Egweils Bürgermeister Wunibald Koppenhofer zieht eine erfreuliche Bilanz


In das lange Hin und Her um eine Renovierung des alten und denkmalgeschützten Pfarrhauses in Egweil
könnte allmählich wieder in Bewegung kommen.

Egweil (EK) Die Gemeinde Egweil ist finanziell gesund, hat keine nennenswerten Schulden, dafür respektable Rücklagen und ansonsten kaum echte Probleme. Dazu wird gerade der Ortskern durch die Dorfentwicklung und Dorfverschönerung neu und attraktiver gestaltet.

Diese äußerst positive Bilanz zog Bürgermeister Wunibald Koppenhofer, Chef der kleinsten Gemeinde im Landkreis, auf der Bürgerversammlung, zu der heuer auffallend viele Besucher gekommen waren.

Der Schwerpunkt der nächsten Jahre ist die geplante Dorferneuerungsmaßnahme mit teilweise hohen Belastungen des Haushalts, die die Gemeinde jedoch problemlos bewältigen könne, stellte Koppenhofer fest. Für das Haushaltsjahr 2011 waren 350.000 Euro eingeplant, für 2012 weitere 50.000 Euro, 2013 noch mal 150.000 Euro und 2014 dann 300.000 Euro.

Für den Straßenunterhalt wurden laut Bericht Koppenhofers 66.990 Euro ausgegeben. Der laufende Unterhalt des Kanal- und Entwässerungssystems benötigte 24.634 Euro, und für das Räumen von Gräben wurden 5.643 Euro ausgegeben. Der Unterhalt am Gemeindezentrum forderte 4.593 Euro. Die Umlage für den Schulverband betrug 37.724 Euro, die VG-Umlage stand mit 103.386 Euro zu Buche. Die Betriebskosten am Kindergarten betrugen 95.185 Euro, für die Kläranlage wurden 78.610 Euro ausgegeben.

Im Baugebiet Deiserfeld waren 22.278 Euro nötig, und für die Dorferneuerung wurden 223.683 Euro ausgegeben. Die Schulverbandsumlage Eichstätt-Schottenau betrug 15.270 Euro bei derzeit acht Schülern und 37.730 Euro für Nassenfels bei 39 Schülern.

Bei den Einnahmen stehen 62.507 Euro Kanalgebühren und Beiträge, 228.688 Euro im Baugebiet Deiserfeld, durch die Photovoltaikanlage am Bauhof 13.509 Euro. Die Betriebskostenförderung für den Kindergarten brachte 49.112 Euro und Konzessionseinnahmen lagen bei 30.836 Euro.

Zum Thema „Deiserfeld“ informierte Koppenhofer, dass alle Bauplätze verkauft seien – bis auf die, die von den Eigentümern zurückbehalten wurden. Die archäologischen Untersuchungen hätten sich leider etwas länger als geplant hingezogen. Koppenhofer denkt zudem bereits über die Ausweisung weiterer Bauplätze nach und hat in einer Eigentümerversammlung schon mögliche Gebiete sondiert.

Für 2012 stehen die Neugestaltung der Ingolstädter Straße auf dem Programm und ein durchgängiger Gehweg in der Neuburger Straße. Eine Sanierung des alten Pfarrhauses kommt eventuell ins Rollen, so Koppenhofer, in Verbindung mit der Dorferneuerung. Die Gemeinde wird sich auch an den Kosten beteiligen, sofern sie Räume zur Nutzung bekommt.