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Rosenmontag 2004 - Auch Egweil sucht sich einen Berater Drucken E-Mail
Dienstag, den 24. Februar 2004
 

Bericht und Fotos: Hans-Peter Gabler

Auch Egweil sucht sich einen Berater
Bei Rosenmontagsumzug lokale und überregionale Ereignisse im Visier


Sorgten für Stimmung: die Schuttertaler Musikanten


Die Löwenfreunde nahmen sich die Dorferneuerung vor


Die Gruppe der "Budn Wolkertshofen" machte aus den
Eggspatzen gleich die Wolkenspatzen.


 

Egweil (hpg) Trotz des erneuten Wintereinbruchs kamen zum gestrigen Rosenmontagsumzug in Egweil wieder viele Besucher in die kleinste, aber längst zu einer Faschingshochburg gewordenen, Gemeinde. Es waren zwar heuer keine Fußgruppen unterwegs, dafür wurden aber viele gute Ideen zu aktuellen Themen mit viel Aufwand und großer Mühe auf die Wagen gepackt oder in Kostüme umgearbeitet.

Angeführt wurde der Zug von den Eggspatzenregenten, Prinzessin Simone I. und Prinz Michael II., die es sich nicht nehmen ließen, im offenen Zweispänner durch die Schar ihrer Untertanen zu fahren - gefolgt von der großen Garde, der Jugendgarde und der Kindergarde auf einem Thronwagen mit dem Kinderprinzenpaar Regina I. und Julian I. Für Musikalische Stimmung sorgten die Schuttertaler Musikanten und die Chlorfrei-Musikanten im Straßenkehreroutfit.

In den Zug eingereiht hatten sich die Garden der Burgfunken aus Neuburg, die Fidelitas aus Rennertshofen und die Bertholdsheimer Faschingsgesellschaft. Die Tanzgruppe Dance Venture vom TSV Egweil plädierte für "Tanz ist geil". Aus Irgertsheim begleiteten den Zug die Sunshinegirls, sowie die Dance-and-Fun-Gruppe und die Hip-Hop Kids. Bereits am Morgen waren die Eggspatzen von Bürgermeister Wunibald Koppenhofer zum Sektempfang ins Gemeindezentrum eingeladen worden. Gerade die viel gescholtenen und zurzeit in Frage gestellten Hütten bereicherten den Umzug.

Dem Top-Thema Dorferneuerung in Egweil stellten sich die Löwenfreunde und fragten: "Wo geht Egweil hin? Es gibt keine Bauern und auch kein Waaghäusl mehr, deshalb muss für gutes Geld ein Berater für eine Dorferneuerung her." An das 125-Jahr-Jubiläum der Feuerwehr und das 50-Jahr-Jubiläum des Schützenvereins vom 17. bis 20. Juni erinnerte die "Öweler Hütt`n". Die große Politik nahm die Gruppe der Hütt`n Bergheim aufs Korn. Sie versprach baldige Gesundheit durch die Arztgebühren und Gesundheitsausgaben. Die Jugend aus Steppberg-Hatzenhofen beklagte Deutschlands größte Pleiten und die Missgeschicke der Regierung mit Maut, Rentnerpauschale und Ökosteuer. Die Bud`n Wolkertshofen stellte fest, dass die Tanzgruppe der Eggspatzen nur noch aus drei echten Egweilern besteht- Als Konkurrenz wollen die Wolkenspatzen dann gleich Eggspatzen übernehmen.

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus", nahm der "Bauwong Wolkershofen" zwar zur Kenntnis, sah aber nicht ein, die Dschungelidioten zu befreien. Auch die Hütt`n Wolkertshofen stellte sich dem Dschungel mit seinen Stars und der Burschenverein Nassenfels begleitete Daniel Küblböck in seinem Überlebenskampf. Mit einem "Krogogator", einem mastbrüchigen Seelenverkäufer, schipperte die "Irgweiler Jugend", ein Zusammenschluss von Irgertsheimern und Egweilern durch die Straßen. Bereits an die nächste Generation erinnerte die KLJB aus Unterstall mit ihrem (T)raumschiff. Futuristisch zeigte sich auch die Jugendfeuerwehr aus Rennertshofen. Mit ihrem Marsmobil fand sie die verschwundene Sonde Beagle wieder. In einer Persiflage auf Dagobert Duck und die Panzerknacker hatte der "Bauwogn Nafö" einen Geldspeicher auf den Wagen gepackt. Der "Bauwogn Zell" hatte Mönche und Nonnen friedlich vereint. Der "Bauwogn Buxheim" ließ die sechziger Jahre mit Elvis wieder aufleben. Mittelalterlich präsentierte sich die Landjugend Irgertsheim auf ihrer Burg mit Fellkostümen und Hornmützen.

Alle Garden präsentierten im Anschluss an den Umzug ihr Tanzprogramm. Ab 19 Uhr herrschte dann letztmals Faschingstaumel beim Hausball im Heindl-Saal mit Verabschiedung der Garden und Prinzenpaaren.