| Unterhaltsame Dorferneuerung |
|
|
| Donnerstag, den 19. Oktober 2006 | |||
Unterhaltsame Dorferneuerung ![]()
Die Ideen des Arbeitskreises Ökologie stellte Roland Hirsch mit seiner Truppe
musikalisch vor.
Egweil (hpg) Das Thema Dorferneuerung stößt in Egwell derzeit nicht gerade auf überwältigende Gegenliebe. Mit einem Griff in die Trickkiste gelang den Organisatoren aber ein guter Start.
Wie bringt man möglichst viele Leute zu einer Informationsveranstaltung, deren Thema überwiegend auf Ablehnung trifft, fragten sich die Verantwortlichen der Egweiler Dorferneuerung. Es ist ihnen aber überzeugend und unterhaltsam gelungen. Sie hatten zum ersten Egweiler Heimatabend eingeladen, bei dem sie ihre vorläufigen Ergebnisse vorstellten. Und der Heindl-Saal war restlos voll mit informationshungrigen Gästen. In seiner Begrüßung wies Bürgermeister Wunibald Koppenhofer darauf hin, dass die erarbeiteten Ergebnisse als Vorschläge zu betrachten sind, deren Umsetzung von vielen Faktoren abhängt. Er verwies auch auf eine Bürgerwerkstatt zur Dorferneuerung am 23. Oktober um 19.30 Uhr im Gasthaus Schneider. Zuvor erläuterte Professor Josef Renker den aktuellen Stand der Dorfchronik, den er mit viel Aufwand in den letzten Jahren recherchiert hat. Danach gehört Egweil mit zu den ältesten Orten im Landkreis, denn bereits 863 gibt es eine erste urkundliche Erwähnung. In den Jahren 1068 bis 1297 waren Adelige in Egweil ansässig. Dazwischen kam Egweil an das Patronat Kaisheim und blieb auch in der Reformation katholisch. 1596 kamen erste Lehrer an den Ort. Nach der Säkularisation war Egweil im Fürstentum Leuchtenberg, und 1855 kam der Ort zum Königreich Bayern. Etwa ab 1862 wurden erste Bürgermeister eingesetzt. Mit einem munteren Sketch überzeugte der Arbeitskreis Dorfgemeinschaft/Soziales: Gisela Hirsch und Gabi Plach-Bittl grübelten über ihren Vorstellungen und beklagten das mangelnde Engagement der Bürger. Ein Hauptanliegen sind für sie die Menschen und das Miteinander in den zahlreichen Vereinen. Eine Dorfbroschüre könnte ein Leitfaden für die Vielfältigkeit der Gemeinde sein. Für Senioren denken die beiden an eine lebensnahe Altentagestätte. Der Arbeitskreis Ökologie hatte seine Ideen in ein selbst getextetes Lied gepackt: Das wurde untermalt mit einer Diashow über verbesserungswürdige Plätze in der Gemeinde. In der Energiefrage will der Arbeitskreis Verschwendung einschränken und auf nachwachsende und alternative Energien setzen. Für den Arbeitskreis Ortsbild hatte Anni Lehenmeier Vorschläge visualisiert. Albert Neumeier stellte sie mit einer Diashow vor und erläuterte die überwiegend baulichen Verschönerungsmaßnahmen. Zusammen mit dem Architekturbüro hatten sie sich fast alle markanten Punkte im Ort vorgenommen. Moderiert wurde der unterhaltsame Abend von Gottfried Bittl. Die Pausen zwischen den Beiträgen der einzelnen Arbeitskreise gestaltete die Egweiler Theatermusi mit selbst getexteten Liedern zu bekannten Melodien. |



