Egweil (hpg) Außerordentlich gut besucht war die Mitgliederversammlung des Krankenpflegevereins Egweil unter dem Vorsitz von Christine Vogl. Kassiererin Rita Schimmer berichtete zunächst von einem guten Kassenstand, Vogl informierte die Anwesenden über den Zustand und die Aktivitäten des Vereins. Er besteht aktuell aus 122 Mitgliedern, wobei fünf Mitglieder im Jahr 2006 neu dazu gekommen sind. Mit Stolz wies sie darauf hin, dass der Mitgliederstand seit 1997 stabil sei, mit leichter Tendenz nach oben. Allerdings stellte sie auch bedauernd fest, dass die Mitgliedsbeiträge von elf Euro jährlich die Kosten der Umlage für die Caritas-Sozialstation in Eichstätt nicht decken.
An Aktivitäten im vergangenen Jahr nannte Christine Vogl den interessanten und unterhaltsamen Ausflug mit Besichtigung des dortigen ehemaligen Klosters in Thierhaupten. Zusammen mit dem Seniorentreff wurde ein Vortrag des Apothekers, Oliver Müller-Pfaff, organisiert. Dort erfuhren die Anwesenden mehr über die „Therapie mit Pflanzen". Zum Altennachmittag richtete der Verein wieder einen Fahrdienst ein.
Nachdem das Projekt „Zusatzzeit" im Bereich des Krankenpflegevereins Dollnstein über die Dauer eines Jahres positiv verlaufen sei, habe sich auch Egweil damit beschäftigt, erklärte die Vorsitzende. Ab sofort werde nun neben der bereits bestehenden Sterbebegleitung künftig auch zusätzliche Betreuungszeit für die Mitglieder in Egweil finanziert. Der Verein will Gelder des Vereins damit noch gezielter den Kranken und pflegebedürftigen Mitgliedern zu Gute kommen lassen, wie etwa bei seelischen Problemen oder der Vorbereitung bei einem Krankenhausaufenthalt.
Abschließend referierte der Internist Dr. Dieter Adamik zum Thema: „Symptome, Therapie und Prophylaxe bei Herzinfarkt und Schlaganfall". Er wies besonders auf die Bedeutung der Primärprophylaxe hin, die jeder selbst durch eine gesunde Lebensführung und das Meiden von Risikofaktoren beeinflussen könne. Er zählt zu den Risikofaktoren vor allem das Rauchen, erhöhten Bluthochdruck, pathologische Blutfette, erhöhte Blutzuckerwerte und Stress. Wenn sich diese Risikofaktoren trotz einer gesunden Lebensweise nicht ausschalten ließen, sei deren konsequente Behandlung erforderlich, um keinen irreversiblen oder lebensbedrohenden Schaden am Herz-Kreislauf-System zu erleiden.