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GLOSSIERT vom 18. Oktober 2010 Drucken E-Mail

Bericht aus dem ekbanner vom 18.10.2010 von Bernhard Pehl

GLOSSIERT


Eichstätt (peh) Die Geschichte des Verkehrs in Ingolstadt hat durchaus auch aufregende Momente zu bieten. Nicht viele zwar, aber immerhin. Womit gleich an dieser Stelle klargestellt ist, dass es ausnahmsweise nicht um die INVG geht. Auch nicht um Treidelwege an der Donau, alte Schmugglerpfade ins Donaumoos, Flüsterasphalt "2OPA" oder die Ingolstädter Pferdebahn, von der es ja hieß: "In Ingolstadt is zünftig, da gibt’s a Pferdebahn. Der oane Gaul, der ziagt ned, der andere, der is lahm."

Nein, es geht um die wirklich interessanten Projekte. Wie den Verkehrslandeplatz der Kategorie I, der einst für die Region vorgesehen war. Die Stadt Ingolstadt wollte 1972/73 tatsächlich den Landeplatz Egweil als Flugplatz ausbauen – die Verhandlungen führten jedoch zu keinem Ergebnis.

Zur selben Zeit war im Flächennutzungsplan der Stadt auch ein Hafenbecken an der nordöstlichen Spitze der früheren Eriag-Raffinerie ausgewiesen. Ingolstadt war ja Mitglied im Verband Obere Donau, der die "Schiffbarmachung" des Flusses bis Ulm vorantreiben wollte. Bis diese 1921 gegründete Interessenvertretung Mitte der 1980er Jahre sich mangels Erfolg selber auflöste.

Und dann war da noch der "Komet". So hieß der Transrapid, der Mitte der 1970er Jahre auf der 1,3 Kilometer langen Versuchstrasse bei Manching immerhin 400 Stundenkilometer schaffte. Doch viele Menschen in der Region waren gegen die benötigte Verlängerung der Messstrecke: Die Magnetschwebebahn wurde ins Emsland verlagert, und der Zug fährt jetzt bekanntlich in China.

Man sieht, die Geschichte des Verkehrs in Ingolstadt und Umgebung ist wahrlich nicht arm an interessanten Projekten – die allesamt gescheitert sind. Dass uns das just zu dem Zeitpunkt einfällt, als die SPD die Busse der INVG über die Staustufe fahren lassen will, ist selbstverständlich reiner Zufall.