Informationen zum weiteren Glasfaserausbau

Mitgliedsgemeinden der VG Nassenfels wollen über das Förderprogramm „BayGibitR“ interkommunal einen flächendeckenden Glasfaserausbau angehen!

Ein weiterer Schritt zum großen Breitband-Ziel! Bayerische Gigabitrichtlinie: Mitgliedsgemeinden der VG Nassenfels wollen über das Förderprogramm „BayGibitR“ interkommunal einen flächendeckenden Glasfaserausbau angehen. Aktuell werden in allen drei Gemeinden die Markterkundungen vorbereitet.

Für den gesamten VG-Bereich soll die Endausbaustufe in Sachen schnelles Internet, nach derzeitigem Stand der Technik Glasfaser bis ins Grundstück, erreicht werden. Wie schnell das aber für alle Gemeindeteile tatsächlich vonstattengehen kann, ist noch unklar. Einen nicht unbedeutenden Schritt haben die Kommunen jüngst jedenfalls getan: Man befindet sich im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie auf dem Weg, es laufen inzwischen die Vorbereitungen zu den Markterkundungen.

Wie mehrfach berichtet, wurde in den vergangenen Jahren im Zuge des nun auslaufenden Förderverfahrens in allen Ortsteilen die Kabelverzweiger mit Glasfaser angeschlossen. Um nun noch alle restlichen Grundstücke ans Glasfasernetz anzuschließen, könnte die 2020 vom Freistaat Bayern ausgerufene Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen, kurz Gigabitrichtlinie, das entscheidende Instrument sein. Unter Berücksichtigung entsprechender Voraussetzungen und Ausbauvorgaben können Kommunen im Zuge dieses Förderprogramms von Zuschüssen profitieren, um das ganz schnelle Internet in diejenigen Gemeindebereiche zu bringen, die gemessen an aktuellen Standards noch nicht ausreichend versorgt sind. Genau wie beim Förderverfahren vor einigen Jahren sind dabei aber diverse Schritte zu gehen. Derzeit wird die sogenannte Markterkundung vorbereitet. In diesem Zuge werden Investoren aufgefordert, den Gemeinden zu melden, falls sie in den Ortsteilen innerhalb der kommenden drei Jahre einen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn Anbieter XY vorhat, in besagtem Zeitraum in einem Teilbereich des VG-Gebietes auf eigene Faust den gewünschten Breitbandausbau vorzunehmen, dann muss dieses Gebiet nicht mehr für eine Umsetzung durch die Kommune im Förderprogramm vorgesehen werden.

Der Idealfall für die Kommune wäre, wenn in besagter Markterkundung für alle Ortsteile ein eigenwirtschaftlicher Ausbau angekündigt würde.

Die Markterkundungen sollen im September 2021 anlaufen und werden voraussichtlich bis Oktober 2021 laufen. Die Ergebnisse der Markterkundungen sollen der Verwaltung ab November 2021 vorliegen - und nach einer entsprechenden Aufarbeitung dem jeweiligen Gemeinderat präsentiert werden. Dort muss dann entschieden werden, wie weiter verfahren wird. Denn für den Fall, dass nicht überall ein eigenwirtschaftlicher Ausbau vorgesehen ist, müssten auch die Kommunen Finanzmittel einbringen. Es würde dann in eine Ausschreibungsphase gehen, in der Unternehmen Angebote für eine Übernahme der Maßnahme abgeben könnten, ehe es dann nach dem Auswahlverfahren schließlich zum Vertragsabschluss kommen und in die Umsetzung gehen könnte.

Von heute auf morgen wird es folglich definitiv nicht gehen mit dem Erreichen des besagten übergeordneten Ziels, Bewegung ist aber in der Thematik.

Als Vorbereitung zu den Markterkundungen wird es in den Gemeinden eine Bürgerabfrage zu gewerblich/freiberuflich oder auch überwiegend beruflich genutzten Anschlüssen geben. Die genauen Informationen dazu werden über die Homepages und Apps der Gemeinden sowie im nächsten Mitteilungsblatt (August) bekannt gegeben.